Arbeitsweise, Methoden und Ziele

Arbeitsweise | Methoden | Ziele

ARBEITSWEISE
Ich arbeite vorwiegend einzeltherapeutisch mit Erwachsenen.
Durch den systemisch-familientherapeutischen Blick sind Biografie, Herkunftsfamilie und aktuelle systemische Einbindungen (Partnerschaft, Familie, Beruf, Lebenswelt) automatisch ins Blickfeld der Therapie einbezogen. Ich arbeite wachstumsorientiert, d.h. Ihre persönliche Entwicklung, basierend auf Ihren Ressourcen,
steht im Fokus der Arbeit.

Die Kontaktaufnahme kann jederzeit erfolgen, am besten telefonisch.
Telefonische Sprechzeiten:
Montag      13.00-13.35h
Dienstag    18.00-18.30h
Mittwoch   13.00-13.35h

Außerhalb dieser Zeiten registriert der Anrufbeantworter Ihre Nachricht.

Die Anmeldung zu einem Erstgespräch erfolgt telefonisch. Gerne können Sie mir vorab
eine eMail senden, in der Sie kurz Ihr Anliegen schildern. Der Termin gilt als vereinbart, wenn er von
Ihnen zusammen mit Ihren Kontaktdaten per Email bestätigt wird. Gerne können Sie vorab den Basisfragebogen herunterladen und ausgefüllt zum Gespräch mitbringen, das erleichtert mir die Vorbereitung.
Für vereinbarte Termine gilt eine Absagefrist von 48 Werktagstunden.
Nicht rechtzeitig abgesagte Termine werden privat in Rechnung gestellt, falls eine Neubesetzung nicht erfolgen kann.

In der Regel kann ich einen Ersttermin innerhalb von 2-4 Wochen anbieten, zeitliche Flexibilität vorausgesetzt.
Der erste Termin dauert 50 Minuten und kann mehrfach wiederholt werden. Es erfolgt eine kurze Erstdiagnostik per Fragebogen.

Wir besprechen Ihr Anliegen, Ihre Problematik und Sie lernen meine Arbeitsweise kennen.
Dazu kommt die Abklärung organisatorischer Fragen (Rahmenbedingungen der Therapie, Dauer und Sitzungsfrequenz). Meist arbeite ich mit dem direkten Erleben im Hier und Jetzt, so können bereits
in den ersten Stunden Themen deutlicher werden, die wir dann im Therapieprozess vertiefen.

In den vorbereitenden Gesprächen entscheiden wir auch über die Intensität des Therapieprozesses.
Es besteht die Möglichkeit einer kompakten Problem- und Themenbearbeitung z.B. mit einer Doppelstunde pro Woche. Diese Arbeitsweise ist vorteilhaft, wenn Sie intensiv an den Problemzusammenhängen und deren Lösung arbeiten möchten. Möglich sind aber auch Abstände von einer Einzelstunde pro Woche oder einer Doppelstunden alle 14 Tage, sodaß genügend Zeit ist, die Stunden nachwirken zu lassen und Neues zu erkunden.
Im letzten Drittel einer Therapie werden die Abstände meistens größer gewählt, außer es besteht akuter
Bedarf (z.B. bei Krisen).

Alles was thematisiert wird, unterliegt der therapeutischen Schweigepflicht.

Ausgeschlossen sind Behandlungen von akuten Psychosen, aktueller Suchtmittelmißbrauch, akute Eßstörungen
und akute Fremd- und Selbstgefährdung.


METHODEN
mit einem integrativen verhaltenstherapeutisch-systemisch-wachstumsorientierten Konzept.
Dieses beinhaltet 5 Säulen:

1. Kognitive Ebene: Welche Gedanken, Überzeugungen, inneren Kommentierungen, biografisch verwurzelten Glaubenssätze sind an der Entstehung/Aufrechterhaltung des Problems/Symptoms beteiligt und wie können sie verändert werden?

2. Gefühle, Empfindungen, Körper: Situation, Gefühle und Körper als zusammenwirkende Ebenen; Körper (Empfindungen) und Gefühle als authentische Informationsquelle und Ressource für Lösungen; Arbeit im Hier und Jetzt; Achtsamkeits- und Selbstregulationsübungen zur Erhöhung der Selbstwirksamkeit.

3. Verhaltensebene: Beobachtung des eigenen Verhaltens um Muster herauszufinden (z.B. mangelnder Ausdruck von Gefühlen, mangelnde Grenzsetzung etc.); Ausprobieren neuen Verhaltens; Hausaufgaben; Rituale; Arbeit mit Körperhaltungen; Biophilie – wir sind Natur und deshalb brauchen wir Natur (Bewegung im Wald, Gärtnern, Kontakt mit den Elementen etc.) uvam.

4. Familie und System: unser Denken und Fühlen, unsere Muster und Überzeugungen haben ihre Wurzeln in der Biografie. Arbeit mit Elementen der Familienrekonstruktion; Ablösung von Rollen und Mustern, die hinderlich geworden sind.

5. Entspannung und Salutogenese (Gesundheitswissen): seelische Symptome wie Angst, Depression, somatoforme Störungen, Burnout haben immer körperliche Entsprechungen. Diese körperlichen Entsprechungen (z.B. vegetative Korrelate) können positiv durch Achtsamkeits-, Entspannungs- und Selbstregulationsübungen angeregt werden. Dazu gehören auch weitere Elemente der Selbstfürsorge und Verantwortung für sich selbst.

Psychotherapie ist kein „Medikament“, sie macht nicht einfach Probleme „weg“. Der methodische Rahmen bietet die Möglichkeit, Problem- und Lösungszusammenhänge zu erkunden, zu entwickeln und auf der Verhaltensebene zu manifestieren. Z.B. kann sich herausstellen, dass ein Problem oder ein Symptom eine Art Mitteilung beinhaltet, etwas zu verändern oder sich weiterzuentwickeln („was will mir dieses Symptom sagen?“)

Nach meinem Verständnis ist Psychotherapie ein Rahmen für einen Wachstumsprozeß.
In diesem Wachstum geht es um die drei Aspekte Wahrnehmen (z.B. von Problemmustern), Verstehen
(den Zusammenhang mit der eigenen Geschichte, mit aktuellen Situationen, körperliche Reaktionen) und Lösen
(Verhaltensänderung nach innen oder außen).

Das Ziel einer Therapie ist in meinem Verständnis die Verbesserung der eigenen Fähigkeit zur Selbstregulation. Diese Regulationskompetenz bezieht sich darauf, emotionalen Streß so zu verarbeiten
sowie die Beziehung zu sich selbst, seinem Körper und zu anderen so zu gestalten, daß sich immer wieder Wohlbefinden einstellen kann.


Wohl sein – frei sein – verbunden sein
Diese Übersetzung des Konzeptes der sog. „bezogenen Individuation“ von Helm STIERLIN kann man als Ziel menschlichen Wachstums und damit auch als Orientierung für Psychotherapien nehmen.

  • Wohl sein als subjektives positives Grundgefühl, Einklang von Leib und Seele bzw. die Fähigkeit, diesen Einklang immer wieder selbstbestimmt herstellen zu können.
  • Frei sein, der Anteil von Autonomie (Individuation) in uns, der wachsen und sich entfalten will (einem „inneren Gesetz“ folgend).
  • Verbunden sein, der Teil in uns, der nährende Verbindung mit anderen (Familie, Partnerschaft, Freundschaft, größere Gemeinschaft, aber auch Natur) und auch vertikal („größeres Ganzes“, Natur, Spiritualität) benötigt und sucht.

We are human beings, not human doings
Mary Burmeister

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